Material und Untergrund für die Badewannenbeschichtung
Nicht jeder Untergrund ist für eine Beschichtung geeignet. Die Haftung und Haltbarkeit des Beschichtungssystems hängen massgeblich vom Material, dessen Zustand und der richtigen Vorbereitung ab.
Wannenmaterialien im Überblick
Stahl-Emaille
Stahl-Emaille-Wannen sind grundsätzlich gut beschichtbar, sofern die Emailschicht nicht grossflächig abgeplatzt ist. Roststellen müssen vollständig entfernt werden. Die glatte Oberfläche erfordert eine gute Vorbereitung, damit die Haftung gewährleistet ist.
Acryl (Kunststoff)
Acrylwannen sind flexibler als Emaille-Wannen. Eine Beschichtung ist möglich, erfordert jedoch spezielle Haftvermittler und flexible Systeme, die der Bewegung des Materials folgen können. Nicht jedes Beschichtungssystem ist für Acryl geeignet.
Gusseisen mit Emaille
Gusseisen-Wannen sind schwer und stabil. Die Beschichtung ist ähnlich wie bei Stahl-Emaille möglich, sofern die Oberfläche intakt und der Untergrund tragfähig ist.
Kunststoff / Glasfaserverstärkt
Bei älteren Wannen aus glasfaserverstärktem Kunststoff muss die Eignung im Einzelfall geprüft werden. Die Haftung kann aufgrund der Materialbeschaffenheit eingeschränkt sein.
Voraussetzungen für eine Beschichtung
- Die Oberfläche muss sauber, trocken und fettfrei sein
- Alte Beschichtungen oder Versiegelungen müssen vollständig entfernt werden
- Silikonreste rund um die Wanne müssen gründlich beseitigt werden
- Die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit müssen im Rahmen der Systemvorgaben liegen
- Der Untergrund muss ausreichend tragfähig sein
Wann eine Beschichtung nicht empfohlen wird
- Bei instabilen oder feuchten Untergründen
- Bei mehrfach vorgeschädigten oder bereits mehrfach beschichteten Wannen
- Bei aktiven Wasserschäden im Bereich der Wanne
- Bei starker Verschmutzung oder Verölung, die sich nicht entfernen lässt